Über Stock und Stein...
...ging es für uns im wahrsten Sinne des Wortes die letzten beiden Tage. Wir haben nämlich die Wanderschuhe eingepackt und gleich zwei Vulkane erklommen.
Gestern ging es zuerst mit der Fähre auf die Vulkaninsel Rangitoto, wo wir nach einem ordentlichen Bergaufmarsch eine tolle Aussicht über den mittlerweile völlig zugewachsenen Krater und die Umgebung hatten.
Danach wollten wir uns aber noch die "lava caves" anschauen, die noch einmal eine viertel Stunde Fußmarsch entfernt lagen. Schon der Weg dahin war wegen der überall herumliegenden Lavabrocken (ja schon klar, Vulkan und so...) nicht gerade leicht zu meistern. Da ich wegen meines Sonnenbrandes auf den Schultern keinen Rucksack tragen konnte, musste ich zusätzlich auch noch das Gewicht und Hin- und Hergeschwinge meiner äußerst praktischen "Proviantplastiktüte" ausbalancieren...irgendwie kamen wir dann aber doch, ohne uns lang zu legen, über die holprige Lavasteinstrecke bis zur ersten Lava-Höhle und wagten uns (ohne Licht!) ins Dunkel...
Dass diese Tunnel aus Lavastein voll mit ekligen Spinnweben waren, erzählte ich Julia natürlich erst als wir wieder draußen standen. ;-)
Nach dem ganzen Bergauf und Bergab mussten wir erstmal unsere geschundenen Füße im Meer baden, bis uns die Fähre wieder auf's Festland brachte.
Dort wollten wir den angebrochenen Tag noch nutzen und nahmen gleich den nächsten Bus zum Strand, allerdings hatte es sich die Sonne mittlerweile anders überlegt und zog sich zurück. Was leider zur Folge hatte, dass wir in unseren Bikinis ziemlich froren (ja, auch bei 20 Grad kann man frieren :-P) und relativ schnell ins Hostel zurückkehrten.
Mittwoch sollte dann unser Waschtag werden. Waschmittel hatten wir bereits gekauft, sortiert werden, musste ja nichts, also gleich los in den hosteleigenen Waschraum und rein mit dem Kram in die Trommel!
Der Umgang mit den neuseeländischen Toploadern ging uns leicht von der Hand, ich hatte ja schon Übung, da Jan auch so ein Teil besitzt. Die Trockner dagegen waren irgendwie widerspenstiger. Trotz der 38 Minuten langen Trockenphase hatte ich das Gefühl, meine Wäsche kam nasser aus dem Gerät als aus dem Waschgang vorher...
Um nochmal zwei Münzen in die Maschine zu stecken, fehlte uns das Kleingeld, außerdem wollten wir endlich los, also wurde kurzerhand das Etagenbett zum Wäscheständer umfunktioniert. Leider hat ein Raum ohne zu öffnende Fenster den Nachteil, dass die zum Wäschetrocknen nötige Zugluft nicht vorhanden ist, unsere Wäsche also auch nach 5-stündigem Aushängen nicht annähernd mit dem Adjektiv "trocken" umschrieben werden konnte.
Naja, immerhin hat das Ganze einen Vorteil: Ich werde im unteren Etagenbett in einer Art "Wäschehöhle" schlafen müssen und so immerhin etwas mehr vor dem äußerst unangenehmen Körpergeruch und den nächtlichen Fressattacken unserer Zimmernachbarin geschützt sein. Nun gut...
Nicht zu verwechseln mit den Lavahöhlen: Die Wäschehöhle
Nachmittags hatten wir dann endlich Zeit für "wichtige" Dinge und liefen los in Richtung Mount Eden. Einer der "Stadtvulkane" Aucklands, von dem man einen tollen Rundumblick über die Stadt hat. Also jedenfalls, wenn einem gerade kein Japaner, Chinese oder sonstiger Asiat mit mindestens drei Fotoapparaten in der Hand die Aussicht versperrt...eieiei, die sind echt überall^^
Der Krater des Mount Eden
Und wie es der Zufall so will: Als wir gemütlich zum Hafen schlenderten, parkte gerade das Kreuzfahrtschiff "Queen Elizabeth" aus. Sieht man ja auch nicht jeden Tag...jedenfalls nicht zufällig ;-)
Jobmäßig hat sich leider nicht viel Neues ergeben, Freitag geht es ja nach Taupo. Allerdings stehen wir bei drei Hostels in der Gegend auf der Liste für "accommodation for work". Das wäre natürlich perfekt, hoffen wir das Beste!




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