Freitag, 15. Februar 2013

Angekommen im Land der Kiwis

Angekommen im Land der Kiwis

 
 
Gerade noch in unserer 4-Quadratmeter-Höhle die Backpacks wieder reisetauglich gemacht, fanden wir uns an der Hongkonger Hafenpromenade wieder, wo wir unsere letzten Stunden verbrachten. Zwischendurch mussten wir als "foreigners" noch mit Kind und Kegel für das ein oder andere Familienfoto posieren, bis wir, diesmal ohne Umwege (!), mit dem Bus wieder zum Flughafen fuhren. Dort wurden dann noch schnell die letzten Hongkong-Dollars unter die Leiute gebracht, bevor wir uns ordentlich beeilen mussten zum Gate zu kommen. Zum Glück ging unser Flug ab Gate Nr. 31. Hätten wir Pech gehabt, hätte es durchaus sein können, dass wir auch von Gate 300 gestartet wären. Denn in Hongkong gibt es tatsächlich über 500 Gates!!! Unglaublich. Schon für die vergleichsweise kurze Strecke, die wir zurücklegen mussten, brauchten wir trotz motorisierter Wege eine gefühlte Ewigkeit. Das Boarding ging dann aber umso schneller, sodass unsere Maschine pünktlich am Donnerstag um 19:20 startete.
 
Die nächsten 11 Stunden habe ich bei gefühlten minus 30 Grad damit verbracht meine irgendwie schon zu langen Gliedmaßen unter/neben/auf dem Sitz meines Vordermannes zu verstauen, wobei sich die mir zugeteilte taschentuchgroße Decke, die mich eigentlich hätte wärmen sollen, immer wieder einen Spaß daraus machte, überall hinzurutschen, nur nicht auf meinen abzusterben drohenden Beinen und Füßen liegen zu bleiben. Oh man! Dank eines ca. 8 Stunden durchschreienden Kindes bekamen wir zu allem Überfluss noch nicht mal ein Paar Stunden Schlaf und mussten uns dann in Auckland am Flughafen zuerst den Fragen, der allerdinhs sehr ausgeschlafenen Einreisebeamten stellen...
 
Irgendwie haben wir es dann mit unserem Gepäck tatsächlich über die Schwelle des Flughafens geschafft und machten uns auf in Richtung Bushaltestelle. Die Tickets hatten wir vorher noch schnell gekauft, jetzt wollten wir nur noch ins Hostel.
 
Dann der nächste Schock: Als der Bus bereits vorfuhr, ergriff Julia eine plötzliche Angst. Völlig aufgeregt rannte sie mit Backpack auf dem Rücken in Richtung des nächsten Mülleimers - sie hatte das gerade gekaufte Ticket, wahrscheinlich aus Gründen des Schlafmangels, direkt nach dem Bezahlen in den nächstbesten Mülleimer geworfen.
 
Doch auch diesen kleinen Zwischenfall konnte sie mit einem gekonnten Griff in die Tonne beheben.
 
Da saßen wir beide nun also endlich im neuseeländischen Nahverkehr und mussten uns noch immer von der kompletten Sinnesüberflutung Hongkong erholen, da passierte es: Nachdem unsere Busfahrerin schon ein paar Mal gefährlich nah an dem ein oder anderen parkenden Auto vorbeigefahren war, wollte es bei der nächsten Kurve einfach nicht mehr passen. Zuerst streifte sie den Seitenspiegel eines parkenden Autos. Während wir noch rätselten, ob sie das überhaupt mitbekommen hatte, jagte sie um die nächste Ecke und nahm kurzerhand ein ganzes Auto mit. Zuerst noch mit ordentlichen Kratzern versehen, wurde dieses ein ganzes Stück die Straße mitgeschleift.
 
 
Eieiei, das konnte ja was werden hier im Land der Ruhe und Gelassenheit^^
 
 
Für einen Unfall dieser Schwere hatte unsere rasende Busfahererin allerdings erstaunlich schnell ihre "details" auf einen Zettel gekritzelt und hinter den Scheibenwischer des demolierten Gefährts geklemmt, sodass wir in Krze vor unserem Hostel, dem "Base ACB" mitten in der bekannten Queen Street, aussteigen konnten.
 
 
Hier bezogen wir unser 4-rer Zimmer. Wir belegen also die eine Häfte des Raumes und die andere, naja und ungefähr noch ein Viertel unserer Seite, sind bereits von einer Deutschen und einem Mädchen, das wir bis jetzt noch nicht kennen lernen konnten, da ihre Hauptbeschäftigung scheinbar aus Schlafen besteht, belegt.
 

 
 
Lange wollten wir uns allerdings nicht wieder im Hostel aufhalten, also beschlossen wir trotz Jetlag Auckland zu erkunden. Nachdem wir die ersten Sonnenstrahlen am Hafen genossen und uns ortskundig gemacht hatten, wollten wir allerdings gleich mehr von der Stadt sehen, in der wir uns jetzt befinden. Eine übliche Sightseeing-Tour war uns allerdings viel zu gewöhnlich - sowas kann ja jeder! Nein, wir besichtigen die Stadt mit dem örtlichen Busverkehr! Ja, eigentlich eine super Idee, wenn man erst einmal überhaupt die richtige Bushaltestelle mit am besten noch dem dazugehörenden Bus findet. UND nicht auf der fast 1 1/2 Stunden dauernden Tour durch Auckland wegen des doch an den Nerven nagenden Jetlags alle 2 Sekunden in einen kurzen, aber durch leichte Bewegungen gleich wieder zu unterbrechenden Schlaf verfällt...So saßen wir also nebeneinander mit abwechselnd nach unten kippenden Köpfen in einem neuseeländischen Bus, um uns Auckland anzusehen...
 
Morgen starten wir dann vielleicht ja einen ergiebigeren Versuch.
 
 
Viel wichtiger ist jetzt allerdings erst einmal die (erfolgreiche) Arbeitssuche!
 
 
Wir hoffen auf viele drückende Daumen!
 
 
Grüße aus Auckland,
 
 
Lea und Juli

4 Kommentare:

  1. Feiniii =) Das klappt schon mit der Arbeitssuche! Auf meine Daumen könnt ihr zählen ;-)

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    1. Super, danke! Sind auch schon fleißig dabei :-)

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  2. liebe julia, wie geht es dir? mir gehts gut. das feuerwerk ist super. Deine Milla
    hallo julia, wo seid ihr jetzt gerade. Wir sollen gleich zu Bett. Christina hat uns gestern erzählt, daß ihr 12 stunden vorsprung habt und jetzt noch im Bett liegt. Viele Grüsse Deine Nele Mittwoch 27.2.13

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  3. Hallo ihr Lieben!
    Wie geht es euch?
    Bei mir ist alles super. Hat Christina euch geärgert?
    Ja, wenn ihr aufsteht gehe ich schon fast zu Bett.
    Liebe Grüße auch an eure Eltern
    Julia

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