Nach einem arbeitsreichen Osterwochenende (was ist an Ostern bloß los mit den Leuten??) hieß es für mich dann erstmal tschüss Taupo! Nach ihrer über 40-stündigen Reise erreichte Gesa endlich den Internationalen Flughafen in Auckland. Dass sie in Dubai angekommen war hatte sie mir schon geschrieben, und dass sie schon zwei neue Freunde hat. Eine dieser neuen Freundinnen hatte allerdings einen früheren Anschlussflug, also wurde ich kurz vor Gesa Ankunft angesprochen:"Bist du Julia?", ähm ja, die bin ich (wer bist du und woher weißt du meinen Namen??) . Gesa neue Freundin hatte mich erkannt und so warteten wir dann gemeinsam auf sie. Nach einem Abend in Auckland mit Pizza und chinesischer Nackenmassage ging es am nächsten Morgen gleich mit dem Bus nach Paihia. Ein kleiner Ort im Norden Neuseelands. Dort angekommen wurden erstmal Ausflüge für die kommenden Tage gebucht und ab ins Hostel (mit dem wir übrigens richtig Glück hatten, ein 6-er Zimmer für uns alleine!). Am nächsten Tag stand eine Bustour zum nördlichsten Punkt Cape Reinga auf dem Programm, mit Zwischenstopp im Kauri Wald und zum Sandboarden auf einer Düne. Kurzzeitig sind wir über den 90 Mile Beach gefahren. Mit dem Bus mit 85km/h über den Sandstrand, ziemlich cool!
Die Bootstour durch die Bay of Islands am Tag darauf war auch sehr beeindruckend (vor allem die süßen Delfine!!). Auf einer Insel machten wir einen kurzen Stopp. Wären wir etwas länger geblieben hätten wir sogar noch eine Strandhochzeit gesehen.
Sonntag ging die Reise dann weiter nach Whitianga auf der Coromandel-Halbinsel. Hier war Sport angesagt. Montag radelten wir zum Hot Water Beach und zur Cathedral Cove, so dass wir im Hostel nachher 47 km auf dem Tacho stehen hatten. Hört sich nicht besonders viel an, aber wenn man bedenkt, dass hier nicht Nordfriesland ist, sondern Berge das Landschaftsbild zieren, kann man sich vorstellen wie es uns danach ging. Also, ab zu Bett. Der folgende Tag wurde nicht weniger actionreich. Morgens liehen wir uns ein Kajak. So paddelten wir ein bisschen auf dem Meer herum und auf dem Rückweg, Gesa sagt noch:"Gleich können wir uns ja noch etwas in den Welken tummeln", der große Schrecken: Als wir nach links gucken war es längst zu spät, eine Riesenwelle (wo kam die eigentlich her??) traf uns seitlich und schmiss uns völlig unverhofft vom Boot, so dass wir beide mit dem Kopf darauf landeten, bevor es mitsamt Paddel weg trieb. Da ein verlorener Paddel 85$ kostete (was ein verlorenes Kajak kostet stand nicht in den Bedingungen ...) beeilten wir uns erstmal alles wieder einzufangen. Nach dem Schock schoben wir das Boot dann am Strand entlang zum Hostel zurück. Weil das ja noch nicht genug Aufregung für einen Tag war, hatten wir uns für nachmittags zu einem Ausritt angemeldet. Was für eine super Idee (von Gesa). Die Umgebung war zwar wirklich wunderschön, trotzdem konnte ich mich leider nicht auf meinem Pferd Billy entspannen (er ist einfach immer losgetrabt, während Gesa Schwierigkeiten hatte ihren Buster wach zu halten)
Am nächsten Tag reisten wir mit Ganzkörpermuskelkater nach Tauranga und machten einen Stadtspaziergang mit anschließendem Pizza essen. Gestärkt konnten wir so (nach dem spontanen Ohrlochstechen) am Donnerstag den Mt. Maunganui besteigen. Der war irgendwie kleiner als angenommen, nach einer halben Stunde waren wir bereits oben angekommen. Den restlichen Tag konnten wir dann noch durch den Urlaubsort bummeln und am Strand entspannen. Leider hat uns unser Bus, der uns nach Tauranga zurück bringen sollte, übersehen (genau wie der Bus am Morgen, der uns aus Tauranga raus bringen sollte...) , so dass wir erst ziemlich spät ins Hostel zurückkehrten. Dabei ging unser Bus am nächsten Morgen Richtung Rotorua schon um 8 Uhr, also hieß es packen und ab zu Bett.
In Rotorua angekommen mussten wir uns erst einmal an die nach faulen Eiern duftende Luft gewöhnen. Daher erkundeten wir am ersten Tag unsere neue Umgebung, das heißt den Lake Rotorua und die Innenstadt (vor allem Pizza Hut - all you can eat!). Samstag morgen wurde dann Haarpflege betrieben. Der Ansatz musste weg, also Haare färben (mit einer 2€ Färbung aus dem Chinaladen, sehr gewagt!). Abends nahmen wir an einem Maoriabend teil, bei dem uns ein traditionelles Hangi serviert wurde. Außerdem wurde getanzt und über die Maorikultur informiert. Der Abend endete mit einem Glühwürmchen-Spaziergang. Hat sich gelohnt! Sonntag hieß es wieder früh aufstehen, denn wir machten einen Ausflug nach Wai-O-Tapu, ein Thermal Wonderland. Obwohl wir beide keine Ahnung von vulkanischer Aktivität usw. haben war es beeindruckend. Trotz alledem waren wir froh heute die riechende Stadt zu verlassen. Am späten Vormittag erreichten wir Taupo. Genau wie Lea wollten wir das Tongariro Crossing buchen, leider wurden wir enttäuscht: das Wetter lässt es die nächsten Tage nicht zu den Berg zu erklimmen. Mal sehen wie wir die letzten Tage bei schlechtem Wetter noch verbringen.
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen